#44 Kleinster gemeinsamer Nenner

Hereinspaziert und herzlich willkommen im grenzenlosen Facettenreich unserer beiden Helden Oli und Loffi. Die Böden sind hier glitzernd gebohnert, die Schuhe frisch gewichst, nur untenrum müffelt es vielleicht ein bisschen - altersbedingt. In der heutigen Folge liefern sich die beiden einen schlagzeilenträchtigen Schlagabtausch über die heikle Gattung Schlagermusik. Hochkonzentriert erklärt und verteidigt Oli diese klischeegetränkte und oft geprügelte Kunst, ordnet und sortiert sie für uns ein, schafft Raum für Verständnis. Wie eine Liebeserklärung kommen seine Worte geflogen, fast möchte man bei Spotify mal heimlich lauschen. Aber das würde den Algorithmus empfindlichst stören. Oder gar verunsichern. Linksträger und Komponist Loffi hingegen haut - wie gewohnt - mit einem Sack voll Vorurteilen um sich, mit ziselierender Ironie stichelt er mit gängigen Stereotypen und sorgt sich (zwinker), ob die Fans vielleicht mehr Glück beim Denken brauchen. Am Ende brauchen aber alle mehr Denkglück, auch die 12-Töner unter uns. Wenigstens finden die beiden einen gemeinsamen Nenner: betrunkene Einkoter in und vor Partyzelten gehen gar nicht. Und sonst? Oli hat den Verdacht, dass Loffi seinen Humor nicht witzig findet. Augenzwinkernd lässt die Redaktion das hier mal so stehen. Packen wir also eine alte Banane in die Tasche, graben einen Hund aus, nähen uns hier und da zusammen, schauen auf YouTube Mario Barth, schnuppern ein wenig an der absoluten Verwesung - und setzen uns die Kopfhörer auf und drehen Lola auf 10. - - - - - Feedback an: [email protected]

Om Podcasten

Der eine ist bekannter Serienstar, Pop-Sänger und Entertainer. Vegan, sportlich, immer gut gelaunt und notorischer Optimist. Familientier. Der andere ist das komplette Gegenteil: Ex-Manager, Lebenskünstler und Geschichtensammler - er trinkt, er raucht, isst Fleisch und verteidigt vehement seine Freiheit als Einzelgänger. Die derzeitige Streitkultur kennt oft nur Schwarz oder Weiß. Oli.P und Andreas O. Loff, die augenscheinlich grundverschiedene Leben bestreiten, sprechen über Gegensätze, um am Ende hoffentlich „die bunte Mitte“ zu finden oder „das schlichte Grau“, welches in Zeiten von heutigen sozialen Medien meist verloren geht. Und wenn nichts mehr geht, alles so richtig schön festgefahren ist, dann heißt es ganz am Ende eben doch: “Ich hab Dich trotzdem lieb”.